Weingut Antinori
Sechs Jahrhunderte Wein. Eine Familie. Eine Haltung.
Wenn Wein Geschichte schreibt, dann trägt sie den Namen Antinori. Seit über 600 Jahren widmet sich die Familie dem Weinbau, eine Kontinuität, die in der Weinwelt ihresgleichen sucht. Bereits 1385 trat ein Vorfahre der Familie der florentinischen Winzerzunft bei. Was damals begann, ist heute das Werk von 26 Generationen, die alle eines verbindet: der Wille, aus Trauben das Beste herauszuholen.
Heute wird das Weingut von Marchese Piero Antinori gemeinsam mit seinen drei Töchtern geführt. Tradition ist hier kein Stillstand, sondern ein Fundament, auf dem stetig weitergebaut wird. Antinori steht für Weine mit Herkunft, Persönlichkeit und dem Mut, neue Wege zu gehen.

Die Toskana im Herzen – und die Welt im Blick
Der Ursprung von Antinori liegt klar in der Toskana. Regionen wie Chianti Classico, Montalcino und Bolgheri prägen bis heute den Stil des Hauses. Unterschiedliche Höhenlagen, Expositionen und Böden, von kalkhaltigem Galestro über Lehm bis zu sandig-maritimen Einflüssen, ermöglichen eine enorme stilistische Vielfalt. Gleichzeitig blickt die Familie über die klassischen Grenzen hinaus. Neben Umbrien gehören auch Weinberge in Apulien, Norditalien, Kalifornien und Chile zum Portfolio. Jedes Weingut wird dabei eigenständig geführt, stets mit dem Ziel, den Charakter der jeweiligen Region authentisch widerzuspiegeln.
Das Terroir als Erzähler
Für Antinori ist ein großer Wein immer ein Abbild seines Ursprungs. Klima, Boden und Rebsorte greifen wie Zahnräder ineinander. Besonders in der Toskana zeigt sich diese Philosophie eindrucksvoll: warme Tage, kühle Nächte, mineralische Böden und oft geringe Erträge sorgen für Weine mit Struktur, Frische und Eleganz. Ob Sangiovese-dominierte Klassiker oder internationale Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot, jede Lage wird individuell gelesen, jede Parzelle separat bewertet.

Der Keller: Präzision statt Effekthascherei
Im Keller setzt Antinori auf eine klare, reduzierte Handschrift. Moderne Technik unterstützt die Arbeit, steht aber nie im Vordergrund. Gärung, Ausbau und Fassmanagement werden exakt auf den jeweiligen Wein abgestimmt. Ein Meilenstein war der bewusste Einsatz von Barrique-Fässern, lange bevor dies in Italien verbreitet war. Dieser Schritt trug maßgeblich zur Entstehung der berühmten Supertoskaner bei, Weine, die in den 1970er-Jahren bestehende Regeln hinterfragten und die italienische Weinwelt nachhaltig veränderten.
Reife braucht Zeit
Viele Antinori-Weine sind bewusst auf Lagerfähigkeit ausgelegt. Sie zeigen schon jung Eleganz, entfalten aber mit den Jahren zusätzliche Tiefe und Komplexität. Gerade die Riserva-Weine und Einzellagen profitieren von Geduld, sowohl im Keller des Weinguts als auch beim Genießer.
Die Geburt der Supertoskaner
Der Begriff klingt modern, doch dahinter steckt eine echte Revolution. In einer Zeit strenger Herkunftsregeln erkannte Piero Antinori, dass große Qualität manchmal außerhalb bestehender Systeme entsteht. Durch den Einsatz internationaler Rebsorten und den Ausbau im Barrique entstanden Weine, die zunächst keine hohe Klassifikation trugen, aber weltweit Maßstäbe setzten. Heute gelten Supertoskaner als feste Größe im Premium-Segment und als Beweis dafür, dass Mut und Qualität langfristig belohnt werden.



