Die ursprüngliche Befestigungsanlage Corteforte, bestehend aus vier seitlichen, von einer hohen Steinmauer umgebenen Türmen, zählt zur Gemeinde Fumane, in der Region Venetien, Italien. Die Befestigung diente seit ihrer Errichtung zu Beginn des 15. Jahrhunderts als wichtiges Verteidigungsbollwerk gegen Raubüberfälle aus dem Norden, ehe sie im 17. Jahrhundert von einer wohlhabenden Veroneser Familie in einen Landsitz umgewandelt wurde. Von den vier Türmen ist heute nur noch ein zinnenbestzter Turm erhalten.
Corteforte ist von circa drei Hektar südwestlich ausgerichteten Weinbergen umgeben, auf denen Rebsorten Corvina und Corvinone zu 65%, Rondinella zu 25%, Molinara zu 5% und andere autochthone Rebsorten (Dindarella, Pelara, Oseleta) angebaut werden. Gekeltert werden daraus die klassischen Weine des Betriebes: Valpolicella Superiore Ripasso, Amarone und Recioto. Die Rebflächen von Corteforte liegen in 200-350 Meter Höhe auf einem sanft abfallenden Hügel und werden aufgrund ihrer Lage von morgens bis abends von der Sonne beschienen. Dies spiegelt sich in der Qualität der Weine wieder, die mit seltenen Noten von Rosen, Veilchen und Mandeln einher kommen.
Weingutsbesitzer Carlo Maria Cerutti ist eigentlich Anwalt, aber da dieses Metier eher etwas trocken ist, entwickelte er schnell eine Vorliebe für gute Tropfen. 1991 kaufte er den Hof Corteforte in Fumane, Verona und behielt den Wein, den er herstellte, anfangs für den Eigengebrauch -weil er so gut schmeckte. Zusammen mit dem Önologen Luigi Andreoli entschied er sich jedoch dazu, seine Weine mit der Welt zu teilen. Ihr erster Streich war der 1995er Amerone, mit dem den beiden wirklich etwas ganz Besonderes gelungen ist: ein Wein, der in jedem Schluck die Liebe dieser beiden Weinfanatiker zum Ausdruck bringt, ein Wein, der pure Leidenschaft ist.
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